Die Prof. Dr. Eggers-Stiftung ist Charity-Partner des Deutschen Innovationsballs

Die Stiftung schafft Perspektiven für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen

Der Deutsche Innovations-Ball prämiert Menschen mit Ideen und Visionen, die an ihr Geschäftsmodell glauben und alle Hebel in Bewegung setzten, um ihr Ziel zu erreichen. Leidenschaftlich, engagiert, motiviert. In Essen gibt es die Prof. Dr. Eggers-Stiftung, dessen gleichnamiger Gründer vor vielen Jahren genau diesen Weg gegangen ist. Der renommierte Kinderpsychiater und Facharzt für Kinderheilkunde, Professor Dr. Christian Eggers, hat über seine eigene Stiftung 1997 die therapeutisch-pädagogische Wohngruppe ‚Trialog‘ gegründet, um Patienten mit psychischen Erkrankungen nach der stationären Behandlung eine angemessene Weiterbetreuung zu ermöglichen. 

So etwas gab es damals noch nicht. Professor Eggers war 1979 bereits Gründungsdirektor (bis 2004) der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Essen. Er wollte etwas verändern, Betroffenen zu einem eigenständigen Leben verhelfen.

Es besser machen, als sie von Klinik zu Klinik verweisen und mit Medikamenten ruhig zu stellen. Denn nach einem stationären Klinikaufenthalt endet in der Regel die intensive Betreuung. Zuhause fallen viele Betroffene wieder in eine Loch und werden rückfällig. Hier setzt seine Stiftung an und bietet jungen Menschen umfassend Hilfe. Der Name ‚Trialog’ steht für die Beziehung zwischen Patient, Arzt/Betreuer und Angehörigen, die im trialogischen Gedanken eng zusammenarbeiten. Denn auch die Angehörigen brauchen Hilfe. Sie werden oft von Schuldgefühlen geplagt. Professor Eggers baute die jugendpsychiatrische Versorgung maßgeblich aus und setzt sich auch heute noch engagiert für sein Lebenswerk ein.

Wofür steht die Prof. Dr. Eggers-Stiftung?

Was passiert, wenn die Seele eines Kindes leidet? Wenn es depressiv ist? Wenn es Panik-Attacken hat? Psychische Erkrankungen sind für viele Menschen nicht sichtbar und somit nicht greifbar. Kommt ein Kind mit einem Gipsarm zur Schule, wird es von seinen Klassenkameraden umzingelt. Was ist passiert? Wie geht es Dir? Das Mitgefühl ist groß und jeder möchte auf dem Verband unterschreiben. Ein gebrochener Arm heilt nach ein paar Wochen und dem Kind geht es wieder gut. Bei psychischen Erkrankungen zeigt sich ein anderes Bild. Betroffene fehlen monatelang in der Schule, Klassenkameraden wenden sich ab, sind unsicher im Umgang mit der Krankheit. Für die Jugendlichen beginnt ein Teufelskreis.

Die Prof. Dr. Eggers-Stiftung bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine weiterführende intensive Betreuung nach einem stationären Krankenhausaufenthalt an. Von den Mitteln der Stiftung konnten bisher Wohnheime in Essen und Düsseldorf errichtet werden. In den Prozess werden auch immer die Eltern eingebunden. Sie sollen mit ihren Ängsten und Sorgen nicht allein gelassen werden. Die in Wohngemeinschaften lebenden jungen Menschen werden hier auf ein selbstbestimmtes Leben außerhalb eines geschützten Raumes vorbereitet. 

Oberstes Ziel der Stiftung ist eine allmähliche Verselbständigung, eine Verminderung der Rückfallquote sowie eine bestmögliche Förderung der persönlichen, schulischen und beruflichen Weiterentwicklung der Jugendlichen.

Um diese Ziele zu erreichen, bestehen enge Kooperationen mit Partnern der Stiftung. Seit Jahren gibt es über das Rot-Weiss Essen Team III eine enge Zusammenarbeit. In dieser Mannschaft trainieren auch Jugendliche der Stiftung regelmäßig und nehmen am regulären Ligaspielbetrieb teil. Die Volkshochschule Essen bietet einen speziellen Lehrgang für Jugendliche mit psychischen Erkrankungen an, der mit einem Schulabschluss endet. Hinzu kommen weitere therapeutische Angebote und Freizeitaktivitäten wie musikalische Förderung, künstlerisches Schaffen über das Projekt UNART e.V. oder Reittherapie auf dem Carolinenhof in Essen.

Weitere Informationen zur Stiftung finden Sie unter folgendem Link:

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